Verpflegungsmehraufwand für Musiker, DJs, Techniker und Fotografen

Ein Jahr Auftritte sind schnell 60 bis 100 Reisetage. Für jeden davon gibt es Geld vom Finanzamt, ohne einen einzigen Kassenbon. Die meisten holen es nicht.

Warum gerade Kreative das Geld liegen lassen

Wer im Büro arbeitet, hat vielleicht fünf Dienstreisen im Jahr. Wer Musik macht, hat fünfzig. Jede einzelne ist kurz, oft eine Nacht, manchmal nur ein Abend mit Rückfahrt. Die einzige Dokumentation ist die Rechnung an den Veranstalter oder der Eintrag im Tourplan. Am Jahresende sitzt niemand da und rechnet 50 Auftritte in An-, Konzert- und Abreisetage um. Genau dieser Betrag fehlt dann in der Steuererklärung, bei 40 Rechnungen sind das leicht 1.500 bis 2.000 €.

Aus Auftritten werden Tage

Die Pauschale zählt Tage, nicht Auftritte. Aus einem Konzert mit Übernachtung werden zwei oder drei Tage:

  • Anreisetag: 14 €, unabhängig von der Uhrzeit.
  • Konzerttag als voller Tag dazwischen: 28 €.
  • Abreisetag: 14 €.
  • Freier Tag vor Ort zwischen zwei Terminen: 28 €, wenn du geblieben bist.
  • Auslandsauftritt: der Satz des Landes, für Wien, Paris oder Zürich der Städtesatz.
Beispiel: Festivalwochenende
Anreise Freitag, Auftritt Samstag, Abreise Sonntag: 14 € + 28 € + 14 € = 56 €. Stellt der Veranstalter Catering für Mittag und Abend am Samstag, gehen 22,40 € ab. Bleiben 33,60 € für ein Wochenende, das du sowieso gespielt hast.

Tour, Proben, Festival: typische Fälle

Zwei Wochen Tour mit 10 Konzerten

Anreise, zwölf volle Tage, Abreise: 14 € + 12 × 28 € + 14 € = 364 €. Dazu Hotelfrühstück an zwölf Morgen, je 5,60 € weniger: 296,80 €. Bei einer Tour durch Österreich und die Schweiz mit deren Sätzen entsprechend mehr.

Probenphase in einer anderen Stadt

Drei Wochen Proben für eine Produktion, jede Woche Montag bis Freitag mit Heimfahrt am Wochenende: je Woche Anreise 14 €, drei volle Tage 84 €, Abreise 14 €, also 112 € pro Woche. Die Dreimonatsfrist greift erst ab dem vierten Monat am selben Ort.

Ein Abend, keine Übernachtung

Soundcheck 15 Uhr, Konzert, zurück um ein Uhr nachts: 14 €. Klingt nach wenig, sind bei 30 solcher Abende im Jahr 420 €.

Was als Beleg zählt

Deine Gagenabrechnung oder Rechnung mit Ort und Datum reicht dem Finanzamt als Nachweis der Reise. GigTax liest daraus Einsatzort und Datum, dein Honorar wird dabei weder angezeigt noch gespeichert. Fehlt die Rechnung, tut es der Kalender-Export, ein Foto vom Tourplan oder ein Satz wie „14.2. Hamburg, 6.3. Bremen“.

Was GigTax daraus macht

  • Jeder Tag steht einzeln in der Tabelle, mit Satz und Grund.
  • Freie Tage zwischen Terminen werden erkannt und bei Bedarf nachgefragt.
  • Stornorechnungen und Doppelbuchungen werden erkannt.
  • Auslandssätze und Städtesätze automatisch.
  • Excel, PDF und Buchhaltungs-PDF für den Steuerberater, einmalig 29,99 € pro Steuerjahr.
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Du erfasst alles und siehst deine geprüften Termine, bevor du irgendetwas zahlst. 29,99 € pro Steuerjahr, einmalig, fällig erst beim Export.

Häufige Fragen

Kann ich als Musiker Verpflegungsmehraufwand absetzen?

Ja. Jeder Auftritt, jede Probe und jede Produktion außerhalb deines Wohnorts ist eine Auswärtstätigkeit. Für jeden Tag mit mehr als acht Stunden Abwesenheit gibt es 14 €, für volle Tage 28 €, im Ausland mehr. Belege fürs Essen brauchst du nicht.

Was gilt als Nachweis für einen Auftritt?

Deine Rechnung oder Gagenabrechnung mit Datum und Ort, ein Vertrag, der Tourplan, ein Kalendereintrag. GigTax liest genau diese Unterlagen aus und hängt den Beleg an jede Zeile der Tabelle.

Zählen Probentage und Aufbautage?

Ja, wenn sie außerhalb deines Wohnorts stattfinden und die Abwesenheit mehr als acht Stunden beträgt. Ein Aufbautag am Vortag zählt als Anreisetag mit 14 €, wenn du übernachtest.

Was ist mit freien Tagen auf Tour?

Bleibst du zwischen zwei Konzerten vor Ort, zählt der freie Tag voll mit 28 €. Fährst du nach Hause, gibt es nichts. GigTax schätzt das aus Entfernung und Richtung und fragt im Zweifel nach.

Gilt das auch für DJs, Techniker und Fotografen?

Ja, für alle Selbstständigen mit Auswärtstätigkeit. GigTax ist für Musiker gebaut worden, funktioniert aber genauso für DJs, Ton- und Lichttechniker, Fotografen, Coaches oder Handwerker auf Montage.

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